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Meine Libelle

Meine Libelle

Die Autorin freut sich über das rege Interesse an ihren
Kurzgeschichten und dankt den treuen Lesern/innen aus
Zürich/Schweiz, Güssing-Stegersbach/Österreich,
Bottrop, Hamburg, München, Stuttgart/Deutschland.
Alle Kurzgeschichten und Illustrationen sind
Eigentum der Autorin/Website Betreiberin.

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Autorin Alinka Anna

Die Libelle

Neugierig und gespannt beobachteten wir unsere Mutter, wie sie schon früh am Morgen so außergewöhnlich schnell in der Küche Vorbereitungen traf. Es schien so, als wolle sie etwas verheimlichen.
Ferdy und ich gingen unseren Versteckspielen nach.

Anna, Ferdy kommt bitte und hilft mir beim Einpacken, rief unsere Mutter.
Heute machen wir Picknick, ich habe schon alles vorbereitet, fuhr sie fort mit einem gütigen und zufriedenen Lächeln.
Schnell haben wir die Picknick Decke geholt und zwei Körbe mit herrlich duftenden, frisch zubereiteten Leckereien vollgepackt.

Unterwegs genossen wir die warmen Sonnenstrahlen und die Freiheit der Sommerferien.
Der Hügel wurde unser Lieblingsplatz.
Es schien so, dass mehrere neugierige Erdhörnchen uns gleichzeitig begrüßen und willkommen heißen wollten.
Natürlich hatten wir auch gleich Hunger und packten die liebevoll zubereiteten Leckereien aus. Wir waren glücklich und schließlich satt.

Ferdy staute derweil den Bach und hat sich vorgenommen, mit einem alten Autoreifen schwimmen zu lernen, was ihm schließlich auch gelang.
Ich flocht aus verschiedenen Wiesenblumen Zöpfe und Kränze für mein langes Haar, mit Anleitung meiner Mutter.

Kinder, die Körbe sind jetzt leer, es ist Zeit sie zu füllen, schmunzelte unsere Mutter und zeigte auf den Hügel voll frischer Pilze, die einen Korridor bildeten, ja, wie eine Hügel Straße zeigten sie ihre volle und duftende Pracht.
Während wir zwei uns gegenseitig übertroffen haben, wer wohl die schönsten Pilze im Korb hat, sammelte Ferdy in einen Korb Wilderdbeeren.

Danke Kinder, euer Vater wird sich heute Abend sehr freuen.

Er begleitete uns auch jetzt, ohne bei uns zu sein. Unsere Herzen füllten sich mit Wärme, wenn er uns liebevoll angeschaut hat, hielt er unsere kleinen Hände, wir fühlten uns sicher und geborgen.

Am Spätnachmittag machten wir uns auf den Weg nach Hause dem Bach entlang und erfanden immer neue Geschichten, Melodien um uns selbst zu unterhalten. Wir genossen das spielerische Echo unserer melodischen Eigenkreationen.
Plötzlich stockte mir der Atem, ich blieb stehen. Anna was ist passiert? Mutter und Ferdy rannten zu mir zurück und ich zeigte auf ein wunderschönes, zuvor noch nie gesehenes Wesen. Leise fragte ich, was ist das hier Mama? Liebes, sie ist eine Libelle. Ich saugte den Namen auf, wiederholte leise paar mal, meine Bewunderung ließ mich nicht weiter gehen. Ihre Schönheit, Farbenpracht faszinierte mich.
Als sie davon flog, hinterließ sie das Gefühl einer unbändigen Freiheit, die mich ein Leben lang nicht los lassen sollte.